BigCommerce gilt als schnelle SaaS Lösung aus den USA. Die Plattform ist intuitiv, zügig startklar und kommt mit wenig technischem Aufwand aus. Shopware ist dagegen in Europa stark verankert und wird häufig von Unternehmen gewählt, die mehr Kontrolle, Flexibilität und Datenschutz nach EU Standards benötigen.
Beide Systeme wirken auf den ersten Blick wie solide Optionen. Doch wo liegen die Unterschiede, die im Alltag wirklich zählen?
1. Kosten und Verträge
BigCommerce setzt auf ein Abo Modell. Je nach Tarif und API Nutzung können die Kosten mit dem Wachstum deutlich steigen. Das ist für den Einstieg bequem, langfristig jedoch nicht immer klar planbar.
Shopware arbeitet mit einem transparenten GMV Modell. Es gibt keine versteckten Gebühren, die Kalkulation bleibt nachvollziehbar und die Kostenkontrolle ist gerade bei größeren Shops deutlich besser
2. Architektur und Integration
Bei BigCommerce ist der Zugriff auf den Code stark begrenzt. Standard Integrationen lassen sich schnell umsetzen, bei komplexeren Anforderungen wird es jedoch häufig aufwendiger und externe Entwicklung wird nötig.
Shopware ist API first aufgebaut, headless ready und seit 2019 technisch neu gedacht. Viele Integrationen stehen direkt über den Shopware Store zur Verfügung. Wenn zusätzliche Drittsysteme angebunden werden sollen, lässt sich das über den ebiscon Sync Service sauber erweitern. So integriert sich Shopware nahtlos in bestehende IT Landschaften
3. Customizing und Entwicklung
BigCommerce erlaubt individuelle Anpassungen vor allem über APIs und das Backend. Tiefe Eingriffe in das System sind jedoch nicht möglich.
Shopware ist Open Source. Das bedeutet volle Freiheit im Customizing, eine große Entwickler Community und moderne Entwicklungsprozesse, mit denen Shops schnell weiterentwickelt und aktualisiert werden können.
4. B2B Funktionen
BigCommerce bietet Basis Features wie Staffelpreise oder Sammelbestellungen.
Shopware geht hier deutlich weiter. Mit der integrierten B2B Suite lassen sich Angebotsprozesse, Rollenmodelle, Standorte und individuelle Einkaufswelten strukturiert abbilden.
5. Sicherheit und Datenhoheit
BigCommerce hostet standardmäßig in den USA. Für europäische Unternehmen kann das mit Blick auf Datenschutz und Compliance problematisch sein.
Shopware ermöglicht eine freie Wahl des Hostings, ob Cloud, On Premise oder EU Rechenzentrum. Damit bleiben Daten und Infrastruktur dort, wo Sie sie haben möchten
6. SEO und Lokalisierung
BigCommerce ist stark auf den nordamerikanischen Markt ausgerichtet. Bei europäischen Anforderungen, etwa Rechtstexte, Rechnungslogik oder URL Struktur, stößt man schneller an Grenzen.
Shopware ist für Europa konzipiert. Mehrsprachigkeit, länderspezifische Steuerregeln und rechtskonforme Fakturierung sind von Beginn an mitgedacht.
7. Partner und Ökosystem
BigCommerce verfügt über ein wachsendes Ökosystem, ist jedoch klar nordamerikanisch geprägt.
Shopware bietet ein sehr breites Partnernetzwerk mit über 1.600 Partnern und tausenden Erweiterungen. Besonders im deutschsprachigen Raum und in Europa ist dieses Ökosystem stark etabliert.
Fazit
BigCommerce ist eine gute Wahl, wenn Sie schnell starten möchten und mit einem klaren SaaS Rahmen gut arbeiten können.
Shopware spielt seine Stärken aus, wenn Sie langfristig flexibel bleiben wollen, eine stärkere B2B Tiefe benötigen und EU Konformität für Ihr Geschäftsmodell entscheidend ist.
Wenn Sie aktuell vor einer Plattform Entscheidung stehen oder eine Einschätzung für Ihr konkretes Projekt wünschen, sprechen Sie uns gerne an. Wir schauen gemeinsam darauf, welche Lösung am besten zu Ihren Zielen passt!